Energie sparen im Altbau

Die EnEV gilt für Neubauten, aber auch Altbauten. Im letzteren Falle dann, wenn mehr als 20 Prozent der Baufläche (inkl. Fenster) ersetzt werden, das beheizte Gebäudevolumen um mehr als 30 Kubikmeter erweitert wird oder Bauteile über einen bestimmten Prozentsatz bei der Baufläche hinaus gehen. Bei der Energie-Einspar-Verordnung zählt aber das Haus als Ganzes. Hierbei ist vor allem der Jahresenergieverbrauch ein Maßstab. Dieser lässt sich beim Altbau am besten durch eine moderne Heizung reduzieren. Dabei wird der Nachweis für die EnEV Anforderungen pauschal oder für einzelne Bauteile geführt.

Energiepass – Altbau

Den Energiepass gibt es seit dem Jahr 2002. Auch für den Altbau. Benötigt wird er vor allem dann, wenn Wohnungen vermietet oder verkauft werden sollen. Dabei enthält der Energieausweis für Altbau drei wichtige Kerninformationen.

  • Energiekennwert für die Gesamt-Energie-Effizienz
  • Sanierungsempfehlungen
  • Vergleichswerte

Die energetischen Fakten werden dabei im Altbau unter Berücksichtigung diverser Punkte, wie zum Beispiel Fenster und Heizungsanlage durchgeführt. Der Energiepass wird am Ende von Energieberatern, Verbraucherzentralen und den Bauvorlageberechtigten ausgestellt.

Altbau sanieren

Ziel bei der Altbau Sanierung ist für Viele, bei der Immobilie auf den Standard eines Niedrig- oder besser noch Nullenergiehauses zu gelangen. Und das bei geringen finanziellen und technischen Aufwand. Bisher entsprechen aber nur ungefähr 7.500 Wohneinheiten von 36,50 Millionen in Deutschland dem Standard eines Passivhauses. Durch die Dämmung kommen sie ohne das klassische Heizsystem aus. Ein Niedrigenergiehaus verbraucht im Schnitt 6 Liter, ein Passivhaus 1,5 Liter Öl im Jahr pro Quadratmeter. Ein nicht oder nur wenig sanierter Altbau um die 15 Liter pro Jahr und m².

Blick auf das Dach

Geht es darum, den Altbau zu sanieren, hilft oft ein Blick auf das Dach. Hier geht besonders viel Wärme verloren, 22 – 24 cm sollte die Dämmdicke dort betragen. Wer zudem im Altbau später ohne Heizung auskommen möchte, braucht um die 30 cm. Da diese Mengen in den meisten Fällen beim Altbau nicht zwischen die Dachsparren passen, muss auf bzw. unter diesen gedämmt werden. Der Einspareffekt nach der Dämmung im Dach beträgt bis zu 20 Prozent. Die Kosten für die Dämmung im Altbau betragen zwischen 20 – 30 pro m².

Außenwand im Altbau sanieren

Im Altbau eignet es sich, die Wände von außen zu dämmen. Ein Nebeneffekt: Mängel und Bauschäden lassen sich einfach kaschieren. Die Dämmung für den Standard eines Niedrigenergiehauses sollte mindestens 12 cm betragen. Dabei sollten Wärmebrücken im Altbau unbedingt vermieden werden. Sinnvoll ist es daher eine durchbetonierte Betonplatte abzubrechen, statt sie zu dämmen. Der Balkon kann dann danach auf Stützen direkt vor dem Haus stehen. Die Einspareffekte betragen hierbei zwischen 18 – 25 Prozent. Die Kosten liegen im Schnitt um die 35 – 45 Euro pro m².

Mehr dazu im 2. Teil.

Bildquellenangabe: Rudi Stauber / pixelio.de

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