LOHNT SICH EINE PHOTOVOLTAIK ANLAGE

Eine Frage, die viele immer öfters stellen: Lohnt sich überhaupt noch eine Photovoltaik Anlage? Immerhin ist die Einspeisevergütung in den letzten Jahren deutlich gesunken. 2004 mit der Einführung der Förderung lag diese noch bei 57,4 Cent pro KWh. Mittlerweile nur noch bei kläglichen 12,50 Cent pro KWh.

Photovoltaik Anlage – Rückblick

Einspeisevergütung 2004: bis zu 57,4 Cent pro KWh
Einspeisevergütung 2008: bis zu 46,75 Cent pro KWh
Einspeisevergütung April 2012: 19,50 Cent pro KWh für Dachanlagen mit bis zu 10 KW Nennleistung
Einspeisevergütung März 2015: 12,50 Cent pro KWh für Dachanlagen mit bis zu 10 KW Nennleistung

Förderung der Photovoltaik Anlage

Die Einspeisevergütung wird bei Inbetriebnahme fest für 20 Jahre gewährt. Allerdings nicht vom Staat. Sondern vom zuständigen Netzbetreiber. Diese künstliche Förderung führte zu einem gewaltigen Anstieg der Strompreise. Da die Einspeisevergütung mittlerweile immer stärker sinkt, stellt sich zurecht die Frage, ob sich eine Photovoltaik Anlage für Privat überhaupt noch lohnt. Hier sollte nicht vergessen werden: Ist ein Gesamtvolumen von 52 Gigawatt erreicht, endet automatisch die Förderung für alle Photovoltaik Anlagen, die danach in Betrieb genommen werden.

Faktoren

Ob sich eine Photovoltaik Anlage wirklich noch lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu einem ist die Nennleistung entscheidend, die maßgeblich von der Größe und Qualität der Anlage abhängt. Hier lautet die Faustregel einfach: Umso größere die Photovoltaik Anlage, desto besser. Zum anderen sind aber auch die eigentlichen Investitionskosten maßgebend. Schließlich muss sich eine Photovoltaik Anlage innerhalb einer Zeit amortisieren.

Neben den obigen Punkten geht es im Weiteren klar um die Ausrichtung und Lage, die über die Effizienz entscheidet. Nur wenn genügend Sonne vorhanden ist und die Ausrichtung der Photovoltaik Anlage günstig ist, wird sich die Investition auch bezahlt machen.

Beispiel Photovoltaik Anlage

Wer eine 40 m2 Photovoltaik Anlage auf einem Ost-Dach in der Stadt Hannover installiert und dabei einen 60 Grad Winkel nutzt, kann maximal eine Leistung von 5 KW erzielen. Das sind im Jahr ungefähr 2.700 Kilowattstunden an Strom.

Wird die gleiche Anlage aber in Nürnberg mit einem Neigungswinkel von 15 Grad nach Süden ausgerichtet, sind bereits mehr als 4.000 Kilowattstunden möglich.

Bildquellenangabe: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de