Richtig Lüften macht Freude

Eine einfache Sache, die gerne in den Hintergrund gerät – Lüften ist eine Selbstverständlichkeit. Das bedeutet aber nicht, dass das im erforderlichen Umfang erfolgt und dass dadurch das Raumklima tatsächlich verbessert wird. Tatsache ist, dass in vielen Haushalten falsch gelüftet wird. Die Folgen sind bekannt, führen aber immer wieder zu kontroversen Diskussionen mit dem Vermieter. Unwohlsein und die Gefahr von Schimmelbildung stehen am Ende des falschen Lüftens.

Wichtig ist vor allem das Stoßlüften, bei dem die Fenster nicht nur gekippt, sondern ganz geöffnet werden, damit ein Austausch der Luft gewährleistet ist. Vielfach wird das aber gerade im Winter unterlassen. Ebenso sollte die freie Lüftung in Schlafräumen beachtet werden. (Der Temperaturunterschied zwischen Schlafraum und den restlichen Räumen darf aber nicht zu groß werden, da sonst an der Grenze Kondensat entsteht! Ggf. ändern.) Hier ist es sinnvoll, auch nachts das Fenster gekippt zu lassen oder es sogar ganz zu öffnen. Der Gefahr von Mücken und anderen Schädlingen können Sie mit einem Fliegennetz begegnen. Hier sollten Sie vor allem auf ein engmaschiges (etwas teurer) setzen, das auch wirklich alle Insekten abhalten kann.

In Küche und Bad ist das Lüften besonders wichtig. In diesen Räumlichkeiten fällt sehr viel Feuchtigkeit an, weshalb regelmäßig gelüftet werden sollte. Nach dem Duschen bzw. Baden sollte das umgehend erfolgen. Sofern kein Fenster vorhanden ist, öffnen Sie am besten die Tür zum Bad weit und nehmen durch ein in der Nähe befindliches Fenster die Lüftung vor. Sinnvoll ist es auch, Vorhänge und Teppichbeläge im Badezimmer zu vermeiden.

Alternative zu dem manuellen Lüften

Wer richtig Lüften will, kennt auch die Kehrseiten. Der Energieverbrauch steigt dadurch deutlich an, besonders im Winter. Gerade war es noch angenehm warm, nun bewirkt die Lüftung genau das Gegenteil. Zwar befindet sich nun wieder frische Luft in dem Raum, dafür muss aber jetzt wieder mehr geheizt werden.

Im Sommer ist ein Lüften fast unmöglich. Schwüle Luft hat niemand gern in seiner Wohnung. Eine Alternative sind dezentrale Lüftungsanlagen, die den Austausch der Luft automatisch vornehmen. Das bedeutet nicht nur einen Zeitgewinn und saubere Luft im Inneren, die zu mehr Behaglichkeit führt, sondern die dezentralen Lüftungsanlagen sorgen auch für eine Wärmerückgewinnung  bis zu 91 Prozent. Das spart Energie und wird spätestens bei der nächsten Jahresabrechnung ersichtlich.

Das hört sich soweit ganz gut an. Dagegen könnten nun der Einbau und die damit anfallenden Kosten sprechen. Doch auch bei diesen Punkten gibt es positive Nachrichten: Eine dezentrale Lüftungsanlage kann einfach und ohne große Probleme eingebaut werden. Selbst bei bereits sanierten Objekten. Zusätzliche Rohrleitungen für die Lüftung sind dafür nicht erforderlich. Wer eine solche dezentrale Anlage zur Lüftung in seinem Einfamilienhaus einbauen möchte, wird in der Regel nicht einmal einen Tag dafür benötigen.. (Die Lüftungsanlage amortisiert sich nicht so schnell, das würde ich also weglassen.)

Endlich wieder frische und saubere Luft

Wer somit auf Lüftungsanlagen setzt, muss sich bei richtiger Installation und Einstellung der Anlage um das richtige Lüften nicht mehr selbst kümmern. Alles verläuft automatisch und die dezentralen Anlagen sorgen für ein perfektes Raumklima, das zu jeder Jahreszeit ideal ist. Gleichzeitig lässt sich damit auch drohendem Schimmel vorbeugen.
Bild: InVENTer